Manchmal fehlt im Schnitt einfach eine Szene: ein kurzer Opener, ein Stadtüberflug, eine Totale, die man selbst nicht mal eben filmen kann. Genau dafür nutze ich Sora. Hier zeige ich dir, wie ich dabei vorgehe – ganz praktisch, ohne großes Drumherum.
Video
Kapitelübersicht
0:00 Sora Video Beispiel 0:36 Sora Prompt Recherche 1:34 chatGPT Video-Prompt 2:02 Sora Überblick 4:27 Sora Presets 5:16 Sora Preset mit chatGPT 6:03 Sora neues Preset erstellen 6:56 Sora Video-Prompt 9:11 Sora Video exportieren 9:47 Sora Credits / Guthaben 10:02 Soravideo im Schnittprogramm
Kurz erklärt: Was ist Sora?
Sora ist ein Tool, mit dem du dir Videos generieren lassen kannst. Du gibst eine Beschreibung ein (Prompt), wählst den Stil aus – und Sora baut dir daraus das Video.
Du bestimmst das Format (z. B. 16:9 quer oder 9:16 hochkant), die Qualität (480p, 720p oder 1080p – wobei 1080p nur im teureren Abo verfügbar ist), und kannst sogar eigene Presets speichern, damit der Stil genau zu deinem Projekt passt.
Mein Workflow mit Sora – Schritt für Schritt
1. Idee und Prompt-Recherche
Bevor ich irgendwas in Sora eintippe, schaue ich mir erst mal an, was andere schon generiert haben. Ich lese die Bildbeschreibungen, greife mir passende Schlagwörter raus und baue mir daraus den ersten Entwurf für meinen Prompt.
Dann gehe ich rüber zu ChatGPT, füttere ihn mit den Begriffen und lasse mir daraus den Vorschlag für den Prompt zusammensetzen.
2. Presets nutzen oder eigene bauen
Sora bietet eine ganze Reihe an Presets – ich habe mir aber angewöhnt, eigene Presets zu erstellen. Dafür schaue ich mir an, wie bestehende Presets aufgebaut sind, nehme Screenshots davon und richte meinen Prompt daran aus.
Du kannst auch eigene Fotos oder Videos hochladen, dann analysiert Sora den Stil daraus und du kannst ihn direkt für weitere Videos verwenden.
3. Qualität und Credits im Blick behalten
Ich starte meistens mit 480p und kurzen Clips (5 Sekunden), um erstmal auszuprobieren, ob der Prompt funktioniert. Wenn’s dann in Richtung finaler Export geht, nehme ich 720p – das ist aktuell die beste Qualität, die Sora in der günstigeren Plus-Variante anbietet.
1080p wäre natürlich besser, aber das lohnt sich für mich preislich im Moment nicht. Wenn ich wirklich Full-HD brauche, kaufe ich mir die Szene lieber direkt auf einer Stock-Plattform wie Adobe Stock oder Envato.
4. Feintuning im Schnittprogramm
Den Rohclip hole ich mir dann ins Schnittprogramm. Hier setze ich den Titel drüber, passe Farben oder Geschwindigkeit an – je nachdem, was das Projekt braucht. Mehr mache ich da gar nicht. Wenn der Clip so passt, bleibt er, wie er ist.
Meine Erfahrungen – und was du daraus mitnehmen kannst
Sora ist kein Werkzeug, mit dem man auf Anhieb genau das bekommt, was man sich vorstellt.
Für mich ist Sora eine praktische Ergänzung zum Videoarchiv. Immer wenn mir bestimmte Bilder im Schnitt fehlen, kann ich schauen, ob ich sie schnell in Sora erstellen kann. Das erfordert natürlich etwas Einarbeitung und manchmal auch Geduld.
Ich würde es dir empfehlen: Probiere es einfach aus. Fang mit kleinen Tests an, schau, wie Sora auf deine Prompts reagiert – und finde deinen eigenen Stil. Und wenn du merkst, dass du dich irgendwann im Feinschliff verlierst: Stell dir einen Timer. Nimm das Ergebnis, das du bis dahin hast, und mach weiter. Perfektionismus bremst dich nur aus.